Fertigstellung der Leverkusener Brücke hat höchste Priorität 

Rheinische Industrie- und Handelskammern wenden sich an Minister Wüst 

Düsseldorf, Pressemitteilung vom 08.05.2020


Die Industrie- und Handelskammern des Rheinlandes (IIR) beobachten mit Sorge die aktuellen Entwicklungen rund um den Bau der Leverkusener Brücke. Aus Sicht der Wirtschaft hat die frühzeitige Fertigstellung der Brücke in ihrer endgültigen Form höchste Priorität. Bereits jetzt sei vorhersehbar, dass die Einschränkungen für den internationalen, nationalen und regionalen Wirtschaftsverkehr, mit den damit verbundenen volkswirtschaftlichen Schäden durch die Neuausschreibung und Neuvergabe, für mindestens zwei weitere Jahre aufrechterhalten werden müssen.  

In einem Schreiben an Verkehrsminister Hendrik Wüst haben die Hauptgeschäftsführer der sieben rheinischen Industrie- und Handelskammern (Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Duisburg, Köln, Mittlerer Niederrhein und die Bergische IHK) ihre Forderungen nachdrücklich formuliert. Die Rheinland-IHKs schlagen zudem einen „Runden Tisch“ zur inhaltlichen und kommunikativen Unterstützung des weiteren Verfahrens vor. Sie bitten den Minister, bei der neuen Vergabe vor allem darauf zu achten, dass die hochwertige Qualität des Bauwerks im Vordergrund steht. Langzeitfolgen sollten von vornherein bedacht und berücksichtigt werden. 

Damit die laufenden und auch künftigen Straßeninfrastrukturprojekte besser koordiniert und abgesichert werden, schlagen die IHKs vor, bei Straßen.NRW ein Kontroll- und Informationsgremium einzurichten. So soll in Zukunft frühzeitig bei drohenden Komplikationen gegengesteuert werden.


Konjunkturbarometer Rheinland 
Jahresbeginn 2020

Die Wirtschaft im Rheinland ist stabilisiert ins Jahr 2020 gegangen. Die über 3.000 an der aktuellen IHK-Umfrage beteiligten Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage erneut leicht positiv.

Auch zu Jahresbeginn überwiegen in den meisten Branchen die positiven Stimmen. Dabei bleiben aber merkliche Unterschiede zwischen eher inlands- beziehungsweise konsumorientierten und eher exportstarken Einzelbranchen. Erstere sind weiterhin im Konjunkturhoch, letztere haben durchweg verhaltenere Einschätzungen, bei denen teils sogar Betriebe überwiegend unzufrieden sind. Denn die Exportaussichten sind weiter negativ, wenn auch nicht so pessimistisch wie zuvor. Gründe für skeptische Exporteinschätzungen sind – trotz einzelner Fortschritte – die bereits bestehenden und die drohenden Handelsschranken, der vollzogene, aber nicht ausverhandelte Brexit, die  Russlandsanktionen sowie die schwelenden Konflikte in Nahost und rund um den Persischen Golf. Daneben kämpft die Automobilindustrie mit einem grundlegenden Strukturwandel aufgrund der Klimadebatte. Die in vielen Bereichen marode Verkehrsinfrastruktur behindert nicht nur im Rheinland zunehmend den Wirtschafts- und Pendlerverkehr, die Bahn leidet unter einem enormen Investitionsstau und hinzu kommen das Ende letzten Jahres auf den Weg gebrachte deutsche Klimapaket und der Ausstieg aus der Kohleverstromung.


Konjunkturbarometer Rheinland
Jahresbeginn 2020

Ausländische Unternehmen im Rheinland 2019


Von den rund 60.375 ausländischen Unternehmen aus 160 Ländern sind 15.226 im Handelsregister (HR) eingetragen. Weitere 45.149 sind der Gruppe der Kleingewerbetreibenden zuzuordnen. Bei den HR-Unternehmen stellen die Niederlande mit 2.999 Unternehmen die größte Fraktion, gefolgt von Greater China (1.431), den USA (1.259) und Großbritannien (1.116).

Bei den 45.149 ausländischen Kleingewerbetreibenden führen mit weitem Abstand polnische (8.498) und türkische Unternehmer (8.440) vor italienischen (3.060) und rumänischen (2.857).


Ausländische Unternehmen im Rheinland 2019

Foreign Companies in the Rhineland 2019 


Metropolregion Rheinland e. V.


Die vielfältigen Kräfte bündeln und gemeinsam an einem Strang ziehen, um das Rheinland weiterzuentwickeln. Das sind die Ziele des Vereins Metropolregion Rheinland e.V..

Der Metropolregion Rheinland e. V. hat 2019 eine Vergleichsstudie erstellt über die Metropolregion Rheinland mit anderen Metrpoloregionen in Deutschland in den Bereichen Forschung und Bildung.

Vergleichsstudie Forschung und Bildung

Auf dem Weg zur Neuauflage des Datenatlas 2020 haben die Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln zusammen mit der Metropolregion Rheinland eine Vorschau, das sogenannte „Schaufenster“, entwickelt. Das Schaufenster Datenatlas 2020 enthält Darstellungen zu den Themenbereichen Vernetzung, Bevölkerung, Bodenrichtwerte, Hochschulwesen und Naturräume.

Schaufenster Datenatlas 2020

Metropolregion Rheinland e. V.